Das Oberlandesgericht Thüringen (OLG Thüringen Urteil vom 17.05.2005, Az. 5 U 693/04) verurteilte eine Bank wegen fehlerhafter Anlageberatung zum Schadenersatz.

Eine 60-jährige Unternehmerin wollte einen größeren Betrag aus ihrer Lebensversicherung zur Altersversorgung anlegen. Sie wünschte, dass der Betrag ausschließlich in Aktien angelegt werde und begründete dies damit, dass sie bislang mit Aktien immer gute Erfahrungen gemacht habe. Der Bankmitarbeiter stellte ihr zunächst verschiedene Anlageformen vor und wies auch auf die Risiken bei den jeweiligen Aktienfonds hin. Er unterließ aber den Hinweis auf die allgemeinen Risiken hin, die mit einer Geldanlage in einem Aktienfonds verbunden ist. Nach dem Kauf und Wiederverkauf dieser Fondsanteile zu einem ungünstigeren Kurs verklagte die Unternehmerin die Bank auf Schadensersatz.

Stellenabbau und (betriebsbedingte) Kündigungen sind heutzutage fast in jedem Haushalt ein gängiges Thema. Wer plötzlich selbst betroffen ist, sollte sich unbedingt im Vorfeld über seine Rechte informieren, um eventuelle Abfindungsansprüche durchzusetzen, Klagefristen nicht zu verpassen oder Sperren beim Arbeitslosengeld vorzubeugen.

Was müssen Sie beachten?

Für Anleger, die in eine Fondsbeteiligung "fehl"investiert haben, bestehen gute Möglichkeiten, sich davon zu lösen und das Geschäft rück abzuwickeln.

Hundertausende deutsche Kapitalanleger wurden durch Immobilien- oder Fondsanlagen in den 90-er Jahren geschädigt. Zumeist handelte es sich um "Steuersparmodelle", die sich größtenteils von alleine finanzieren sollten. Den Anlegern wurde vorgegaukelt, dass sie eine sichere Altersvorsorge mit einem geringen eigenen finanziellen Aufwand erzielen könnten. Über die Risiken solcher Geschäfte fiel selten ein Wort.

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